Die Sprache der Architektur
Das Wohn- und Geschäftshaus befindet sich an der Ecke Pilatusstrasse
/ Pilatusplatz im Hirschmattquartier. Mit dem Neubau findet die nördliche
Bebauung der Luzerner Hauptgeschäftsstrasse an markanter Stelle
ihren städtebaulichen Abschluss.
Strassenflucht und Traufhöhe der Nachbarhäuser werden übernommen
und im Bogen zum Platz weitergeführt wo die geschlossene Bauweise
des Hirschmattquartiers gegenüber den Einzelbauten an der Obergrundstrasse
einen eindeutigen Abschluss erhält.
Die lang gezogene, gleichmässig gestaltete Strassenfassade gibt
dem Gebäude Länge und Kraft, zusammen mit der zweigeschossigen
Arkade entsteht ein städtischer Ort.
Die aus energetischen und akustischen Vorgaben heraus entwickelte zweischichtige
Bürofassade lebt vom Licht-, Schatten- und Farbenspiel der beiden
Schichten und von der Vermittlung zwischen Büro- und Strassenleben
mittels hoher Transparenz.
Das einfache Betontragskelett mit aussteifenden Sichtbetonscheiben garantiert
eine hohe Flexibilität auch für künftige Nutzungen.
Das Gebäude ist horizontal dreigeteilt, Erdgeschoss und Mezzanin
bilden zusammen mit der Arkade den Sockelbereich mit Läden und Dienstleistungen,
darüber liegen die fünf Büro- und Wohngeschosse. Das zurückgesetzte
Dachgeschoss wird mit einem kräftigen Vordach strassenseitig abgeschlossen,
es akzentuiert mit seiner Geometrie zusätzlich die Ecksituation
des Grundstückes.
Das Normalgeschoss wird zweigeteilt. Richtung pulsierender Strasse und
Platz liegen die Geschäftsflächen und rückseitig zum Hof
die Wohnungen mit Südwestlage. Die fünf Wohngeschosse mit zusätzlichem
Attika heben sich volumetrisch, gestalterisch vom restlichen Geschäftshaus
ab, ordnen sich der Gesamtsituation aber unter.
Die beiden Untergeschosse nehmen Autoabstellplätze auf – erschlossen über
einen Autolift ab Hof - sowie die üblichen Technik- und Lagerflächen.
Theo Hotz
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